Präsentation der Hochschulen

Zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel gibt es eine Premiere: Erstmals tragen die Hochschulen aus dem Land gemeinsam zum Programm des Feiertags bei. Unter dem Motto „Mut zur Zukunft“ geben sie rund um die Seeburg an der Kiellinie vielfältige Einblicke in Wissenschaft und Forschung – von Science

Slam über Präsentationen bis hin zu einem Erlebnisparcours für kleine und große Gäste, in dem interaktiv in die verschiedensten Themen eingetaucht werden kann. Musikalische Beiträge sowie eine Schau von Kunstobjekten und Exponaten aus den Hochschulen runden das spannende Angebot ab.

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Bühnen­programm

Aufgepasst und mitgemacht: Auf der Bühne laden kurzweilige und spannende Beiträge zum Verweilen ein. Auch hier bieten die schleswig-holsteinischen Hochschulen ein bunt gemischtes Programm. Von Experimenten mit der Forschungswerkstatt, über sportliche und künstlerische Darbietungen bis hin zu Musik und Slam ist für Jeden und Jede etwas dabei. Von 11 bis 18 Uhr auf dem Steg am Ruder- und Kanuzentrum der Kieler Universität, Kiellinie Süd. Nach dem offiziellen Bühnenprogramm am 2. Oktober lässt ein DJ den Abend ausklingen.

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Erlebnis­parcours "Mut zur Zukunft"

Fühlen, Sehen, Hören, Schmecken, Riechen: Im Erlebnisparcours der Hochschulen im Aktionszelt "Mut zur Zukunft" erfahren Sie an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr die norddeutsche Wissenschaft mit all Ihren Sinnen. Spielerisch, mit einer extra Portion Wissen, erleben Sie hier die Vielfalt der Fachhochschulen, Universitäten, Akademien, Verwaltungs-, Kunst- und Musikhochschulen. Der Parcours ist geeignet ab 6 Jahren. Sammeln Sie Ihre Sinne in 20 Minuten, indem Sie jeweils eine Station absolvieren (ca. 4 Minuten je Station), und stellen Sie Ihren Mut zur Zukunft unter Beweis. Ihr Mut wird mit dem Schleswig-Holstein-Diplom und einem erweiterten Horizont belohnt.

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Ausstellungs­fläche

Ob Unterwasserroboter, Stuhltransplantation oder ein Tiny House: Die Hochschulen Schleswig-Holsteins haben jede Menge Innovation zu bieten. Was den Wissenschaftsstandort im echten Norden ausmacht und welche besonderen Projekte die Universitäten und Fachhochschulen, die Musik-, Kunst- und Verwaltungshochschulen auszeichnet, können Gäste von 11 bis 18 Uhr auf der Ausstellungsfläche an der Kiellinie hautnah erleben.

CAPTin Kiel: Autonome Fähre

Muthesius Kunsthochschule, Fachhochschule Kiel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
CAPTin Kiel steht für autonomen, elektrischen Fährverkehr in Kiel. Es ist ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt, unter anderem von Universität, Fachhochschule und Landeshauptstadt. Das Projekt hat das Ziel, die Mobilitätskette mit Fokus auf den autonomen, elektrischen Fährverkehr auf der Kieler Förde auszubauen. Dafür wurde ein neuer, unbemannter Typus einer Fähre entwickelt, welche zum Beispiel das West- mit dem Ostufer der Kieler Förde verbinden kann. Dabei wird nicht nur die Dieselfähre auf der Kieler Förde durch eine elektrische Version ersetzt, sondern das ganze Potenzial der neuen Technologien ausgeschöpft. In Zukunft wird in Zusammenarbeit einiger Akteurinnen und Akteuren an ersten Prototypen für die Kieler Förde gearbeitet. So hat die Landeshauptstadt u.a. die Förde als digitales, autonomes Testfeld zur Verwendung der ersten Versuchsträger beantragt.

Mikrobiom – der Mensch ist nicht allein

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI)
Bitte sehr. Oh, vielen Dank! – Ein Comic gibt Einblick in das Thema Stuhltransplantation. Das Exponat „Fremdbestimmt“ zeigt, wie die chronisch entzündliche Darmerkrankung Colitis Ulcerosa das Leben der Betroffenen beeinflusst. Und der Trickfilm „The Itch“ visualisiert abstrakt Neurodermitis. Hier trifft die Kunst die Wissenschaft: Studierende der Muthesius Kunsthochschule haben komplexe Forschungsinhalte der Mikrobiomforschung aus dem Exzellenzcluster künstlerisch und verständlich übersetzt. So kann die komplexe Entzündungsforschung im Exzellencluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ mittels einer Mikrobiom-Ausstellung Teilaspekte dieser Forschung auf ganz neue Weise vermitteln.

Interaktives Wissenschafts­poster „Digital Meta“

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Sonderforschungsbereich 1182 „Origin and Function of Metaorganisms”
Das interaktive Wissenschaftsposter „Digital Meta“ vermittelt ein zentrales, lebenswissenschaftliches Forschungsthema an der Kieler Universität: die molekularen und genetischen Mechanismen der Wirts-Bakterien-Beziehungen und ihre Auswirkungen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze. Gäste können das Zusammenspiel von bakteriellen Symbionten mit ihren vielzelligen Wirtsorganismen am Beispiel von fünf Modellorganismen auf diversen Informationsebenen und in Form einer attraktiven, multimedialen Präsentation erkunden. Die innovative und umfassende Visualisierung des interaktiven Wissenschaftsposters macht die unsichtbare Welt der Wirts-Bakterien-Beziehungen sichtbar. So gelingt es, die fundamentale Bedeutung des Metaorganismus für Gesundheit, Umwelt und Ernährung der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Die sprachfähige Wetterstation

Duale Hochschule Schleswig-Holstein
Die Duale Hochschule Schleswig-Holstein präsentiert, als Beispiel für die Kombination eines intelligenten Sprachassistenten mit dem Internet der Dinge, die natürlich-sprachliche Interaktion mit einer Wetterstation für die Abfrage aktueller Wetterdaten. Der vorgestellte Sprachassistent demonstriert eine besonders ergonomische und gebrauchstaugliche Schnittstelle für die Abfrage von Echtzeitdaten einer Wetterstation und deren Kombination mit meteorologischen Prognosediensten. Die Kombination sprachfähiger Assistenten mit dem Internet der Dinge ist auf eine Vielzahl von Anwendungsfällen übertragbar und kann Cloud-basiert direkt umgesetzt werden. Der vorgestellte Zugriff auf die Daten einer konkreten Wetterstation ermöglicht dem Sprachassistenten hochzuverlässige Aussagen.

MONSUN Unterwasserschwarmroboter

Universität zu Lübeck, Technische Informatik
Präsentiert wird der kleine und leicht zu handhabende, autonome Unterwasserschwarmroboter MONSUN, der an der Uni Lübeck für Aufgaben wie Umweltmonitoring und Inspektionen von Hafenanlagen entwickelt worden ist. Sein praktischer Einsatz wird mithilfe von Videos vorgeführt. Der MONSUN Unterwasserroboter kann mit einer Vielzahl von Sensoren, insbesondere Sonaren und Kameras, für seine jeweilige Aufgabe flexibel konfiguriert werden. Über akustische Kommunikation können sich die Schwarmmitglieder per Ultraschall ähnlich wie Delfine untereinander verständigen. Durch Schwarmfähigkeit ist eine schnellere Bearbeitung mittels Parallelarbeit erzielbar. Außerdem zeigt er dadurch eine bessere Toleranz bei ausgefallenen Schwarmmitgliedern. Damit können Aufgaben bearbeitet werden, die mit heute üblichen Einzelrobotern nur kostspielig oder gar nicht möglich sind.

Mit Herz und Hirn: Neue Sensoren und Implantate für die Biomedizin

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS), Sonderforschungsbereich 1261 „Biomagnetic Sensing“ und Graduiertenkolleg 2154 „Materials for Brain“
Neue Sensoren und Implantate sollen gezieltere Diagnosen und Behandlungen von Herz- und Gehirnerkrankungen ermöglichen. Mit VR-Brillen lässt sich ein Speziallabor zur Sensorherstellung virtuell besuchen, 3D-Modelle machen Erkrankungen greifbarer, Touch-Bildschirme informieren über die Forschung. Die Materialwissenschaft, Elektrotechnik und Medizin arbeiten im SFB 1261 gemeinsam an Sensoren, die magnetische statt elektrische Herz- oder Gehirnsignale messen. Für neuartige Gehirnimplantate werden im GRK 2154 außerdem biokompatible Materialien mit einer besonderen Struktur auf Nanoebene entwickelt. Mit den besonders empfindlichen Sensoren sollen Herz- und Gehirnströme genauer, schneller und bequemer ohne Hautkontakt gemessen werden können, zum Beispiel bei einem Herzinfarkt. Ziel der Implantate ist es, Medikamente im Gehirn gezielt freizusetzen und so geringere Nebenwirkungen zu verursachen.

Max Planck: Ein Museum für den Kieler Nobelpreisträger

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Theoretische Physik
Mittels einzelner Exponate aus dem Leben und Werk Max Plancks werden der Kieler Physiker und die Pläne für ein in Kiel geplantes Museum vorgestellt. Anhand von Experimenten am Computer wird die mysteriöse Welt der Quanten für Kinder und Erwachsene erfahrbarer. Mit seiner Quantentheorie revolutionierte Max Planck die Physik: Sie bildet die Grundlage des Mikrokosmos und die Basis für Technologien wie Computer oder Smartphones. Dafür erhielt der geborene Kieler, der mehrere Jahre als Professor an der Universität Kiel arbeitete, 1918 den Physik-Nobelpreis. Eine Initiative der CAU-Physik sowie Kieler Bürgerinnen und Bürger will eine erste Sammlung des universitären Physikzentrums zu einem einzigartigen Max-Planck-Museum ausbauen. Es soll neben dem Nobelpreisträger die Quantenmechanik vorstellen und den Gästen näher­bringen, wie Wissenschaft funktioniert.

E-Bike

Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung
Präsentiert werden Ergebnisse einer herausragenden Bachelorarbeit zum Thema „Fahrräder mit elektromotorischem Hilfsantrieb – Manipulationsmöglichkeiten im Fokus polizeilicher Verkehrsüberwachung“. Der Verfasser der Bachelorarbeit wird am Stand über seine Arbeit informieren und das breite Publikum für das Thema verkehrssicheres E-Bike sensibilisieren.

Künstliche Intelligenz KIrmes – Mobile Show und Markt für Menschen und Maschinen

Fachhochschule Kiel
Gezeigt werden Präsentationen und Spiele zur Künstlichen Intelligenz mit Schwerpunkt auf ethischen Leitlinien. Die Show wird Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, gezeigt.

Vergangenheit verstehen – Zukunft gestalten

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Ur- und Frühgeschichte, Exzellenzcluster „ROOTS“ – Konnektivität von Gesellschaft, Umwelt und Kultur in vergangenen Welten
Gezeigt werden Exponate zu aktuellen archäologischen Forschungsprojekten anhand eines interaktiven Touchscreens „Tagebuch einer Bernsteinhändlerin“. Außerdem zeigt das Computerspiel zur jungsteinzeitlichen Wirtschaft und Ernährung „Pabulum“, wie sich für Ackerbau, Viehzucht, Jagen oder Sammeln auf die jungsteinzeitliche Bevölkerung ausgewirkt haben.

Raceyard

Fachhochschule Kiel
Wir sind Raceyard E, das Formula-Student-Team aus Kiel. Wir sind ein studentisches Projekt und entwickeln jedes Jahr einen neuen elektrischen Rennwagen. Am Stand präsentieren wir unseren neuesten Wagen, den T-Kiel A 19 E, und erzählen etwas über unser Projekt. Darin haben Studierende aus verschiedensten Fachbereichen und Semestern die Möglichkeit, an einem interdisziplinären Projekt mitzuwirken und gemeinsam mit einem Team einen Rennwagen auf die Beine zu stellen. Wir bieten jungen Studierenden einen Ort, um zu lernen, im Team zusammenzuarbeiten und das teils trockene Studium in die Praxis umzusetzen.

Gemeinschaftstand der Fachhochschulen SH

Hochschule Flensburg, Fachhochschule Westküste in Heide, Fachhochschule Kiel, Technische Hochschule Lübeck
Die Hochschule Flensburg präsentiert beispielsweise ihr Projekt „Regionalmanagement“. Das ist ein Teilvorhaben der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“. Die Hochschule Flensburg ist die einzige schleswig-holsteinische Hochschule, die auf diese Weise mit 6.700.0000 Euro bis 2022 gefördert wird. Die Ziele des Projekts sind Vernetzung und Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern der Region sowie die systemische Stärkung der Region. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten für den Aufbau eines Regionalmanagements untersucht werden, mit dessen Hilfe regionale Entwicklungs- und Innovationsprozesse initialisiert werden können.

Tiny House

Technische Hochschule Lübeck
Präsentiert wird das Vorführmodell eines sogenannten Tiny House im Maßstab 1:1. Ein Tiny House ist ein sehr kleines und häufig auch enges Haus, das als eine raum- und platzsparende Alternative konventionelle Wohnanforderungen untersucht. Das Tiny House wurde als modulares Bausystem von Studierenden der TH Lübeck entworfen und realisiert. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Studierenden ist ein praxisorientiertes Lehrmodell und bietet im Rahmen des Realbaulabors den Studierenden die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen. Neben den besonderen, raumspezifischen Anforderungen werden am Tiny House konstruktive und energetische Innovationen erforscht, die sowohl für das individuelle als auch das serielle Bauen zukunftsweisende Alternativen bieten werden.

Einblicke in die Komponistenwerkstatt

Musikhochschule Lübeck
Ein Musikstudium ist mehr als die praktische Auseinandersetzung mit einem Instrument oder der Stimme. Neben jahrelangem Üben und Entfalten der eigenen künstlerischen Persönlichkeit ist das Durchdringen und Verstehen einer Komposition von besonderer Bedeutung. Der Infostand der Musikhochschule Lübeck lädt zur Entdeckungsreise in die faszinierende Welt der Musik ein: Besucherinnen und Besucher können sich in Musikhandschriften (Notentexte und Briefe) von Bach, Brahms und anderen Komponisten vertiefen und zugleich mehr über das Studium an Schleswig-Holsteins einziger Hochschule für Musik erfahren.

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Beteiligte Hochschulen

  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)
  • Duale Hochschule Schleswig-Holstein (DHSH)
  • Europa-Universität Flensburg (EUF)
  • Fachhochschule Kiel (FH Kiel)
  • Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD)
  • Fachhochschule Wedel (FH Wedel)
  • Fachhochschule Westküste (FH Westküste)
  • Hochschule Flensburg
  • Musikhochschule Lübeck (MHL)
  • Muthesius Kunsthochschule
  • NORDAKADEMIE - Hochschule der Wirtschaft
  • Technische Hochschule Lübeck (TH Lübeck)
  • Universität zu Lübeck (UzL)
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Zum Herunterladen

Broschüre "Mut zur Zukunft – Schleswig-Holsteins Hochschulen im Profil" (PDF, 3 MB, Datei ist nicht barrierefrei)